*Um sehen zu können, musst du deine Seele öffnen*

Ostergedicht

Liebe Blogfreunde,

von Herzen wünsche ich euch Frohe Ostern.

Mögen die Tage ganz in eurem Sinne verlaufen.

Ich hab euch heute ein Gedicht mitgebracht

und  hoffe ihr habt Freude daran.

Mit herzlichen Grüßen eure Barbara

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
Lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.


Schimmernd weh´n die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle schwebt er,
der am Kreuz verschied.

So zum Schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verlässt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht.
Ferdinand von Saar, 1833-1906

Ostern 17

 

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